WLAN als Marketing-Tool in der Hotellerie

Freies WLAN wird von den Gästen heutzutage als selbstverständlicher Service verstanden. Auf Reisen möchte man schließlich mit dem Smartphone surfen und noch nebenher seine Lieblingsserie streamen. Bei vielen Hoteliers wird das WLAN dabei als reiner Kostenfaktor angesehen. Inzwischen gibt es aber genug Möglichkeiten diese Kosten in Umsatz umzumünzen. Mit dem dem WLAN kann der Hotelier seine Gäste kennen lernen und binden sowie seinen Umsatz zu steigern.

WLAN als Analysetool in der Hotellerie zur Kostensenkung

In anderen Branchen ist es heute schon Gang und Gebe die WLAN-Nutzungsdaten auszuwerten und sein Angebot zu optimieren. Auch wenn der Hoteliers über andere Systeme weiß: Wie hoch der Anteil an wiederkehrenden Hotelgästen ist? Welche Tage am stärksten frequentiert sind? Und wie das Verhältnis von neuen und wiederkehrenden Gästen ist?

Dies weiß er nur über seine Hotelgäste und nicht über sein Publikum in der Bar oder in der neuen „Living Lobby“. Auch für den reinen Hotelbetrieb bietet das WLAN aber noch deutlich weitere Analysemöglichkeiten den Gast wieder kennen zu lernen. Durch die Möglichkeit von Besucherstromanalysen, können wichtige Rückschlüsse für die Planung gewonnen werden. Gerade bei der Ressourcen- und Personalplanung kann langfristig besser geplant und Kosten gesenkt werden.

Als weiteren Baustein kann die Verwendung des „Social-Logins“ zusätzliche Daten wie den Altersbereich, das Geschlecht und die Herkunft der Gäste erheben.

Der wahre Wert einer WLAN- Startseite

Während Flyer im Kampf um die Aufmerksamkeit des Gastes untergehen, genießt die Login-Seite des WLANs die ungeteilte Aufmerksamkeit.
Aus der Werberpraxis hilft einem das folgende kleine Rechenbeispiel: Bei einem Hotel mit 120 Zimmern, 70% Auslastung und durchschnittlich 2 Logins/Tag (branchenübliche Durchschnittswerte) sind dies 10.584 Kontaktpunkte im Monat. Und hier sind nur die Hotelgäste und keine Restaurant- sowie Barbesucher eingerechnet.

Um den tatsächlichen Wert in Euro umzurechnen, kann der TKP (Tausender Kontakt Preis) von dem bundesweit agierender Komplettanbieter für Ambient-Media-Lösungen im Hotel angesetzt werden. Mit einem TKP von mindestens 80 € hat die oben aufgeführte WLAN-Startseite einen Werbewert von ca. 10.000 € im Jahr. Und da wir hier nicht von x-beliebigen Personen sprechen und keinen einzigen Streuverlust haben, ist dieser Werbewert mit einem lächelnden Auge zu betrachten.

Mit dem WLAN den Umsatz steigern und Kunden binden

Wie auch bei allen anderen Marketingaktivitäten wird zuerst das Ziel definiert.

So kann das WLAN zum Beispiel genutzt werden um Facebook Fans, Instagram Follower oder auch Newsletterempfänger zu gewinnen. Auch die Benutzung des WLANs zur Promotion des eigenen Bonusprogramms, der eigenen APP oder des eigenen Hotelshops bietet sich hierbei an. Neben den Zielen der Gästebindung kann die WLAN-Startseite auch genutzt werden um Umsätze zu steigern. Die oben aufgeführten Kontaktpunkte der WLAN-Startseite lassen sich in immer komplexeren Stufen als Marketingmöglichkeiten nutzen um Angebote anzubieten oder direkt zu verkaufen.Als Ausblick, auch auf den nächsten Blogbeitrag gibt es noch die Stufe 5: In diesem Fall ist die WLAN-Startseite zusätzlich mit einer Push-Permission hinterlegt. Diese Funktion ist bisher nur von nativen Apps bekannt, erhält aber immer mehr Einzug in Webapplikationen.

Stufe 1: Statische Inhalte
Der Gast erhält ein Angebot aus dem SPA-Bereich und der Restaurant-Karte

Stufe 2: Dynamische Inhalte auf Basis Uhrzeit und Wochentag
Der Gast erhält am Abend ein Angebot aus dem SPA-Bereich und morgens ein Frühstücksangebot

Stufe 3: Dynamische Inhalte auf Basis der Bewegungsmuster
Der Gast erhält in Echtzeit ein Angebot aus dem SPA-Bereich wenn er gerade das Schwimmbad betritt.

Stufe 4: Dynamische Inhalte mit Direktverkauf
Der Gast erhält in Echtzeit ein Angebot aus dem SPA-Bereich wenn er gerade das Schwimmbad betritt und kann es online direkt auf die Zimmerrechnung setzen.

Aus den verschiedenen Stufen wird deutlich, dass jedes Hotel die Möglichkeit hat Ihr WLAN als Kommunikationskanal zu nutzen. Je nach Größe und auch technischen Gegebenheit kann die Komplexität aber auch der Effekt zunehmen. Und hierbei wurde noch keine integrierte und verzahnte Kommunikation aufgeführt.

 

Daniel Etti
Written by: Daniel Etti

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